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Entstehungsgeschichte...

Im Jahr 1992 musste das älteste noch im Ort befindliche Gebäude einem Neubau weichen. Bei den Abbrucharbeiten wurden alte Holzbalken mit Inschrift gefunden. Neben diesen Hölzern wurden dem Heimatverein die Balken des großen Deelentor überlassen. Die historischen Funde wurden dem Verein zur Aufbewahrung übergeben. Zur Erhaltung und Präsentation dieser wertvollen Stücke, mussten Räumlichkeiten geschaffen werden. Diese wurden in einem ehemaligen Kuhstall vom Hof Melcher, heute Hause Gerold,  gefunden. Mit diesem wunderschönen Fachwerkhaus, im Schatten der Kirche, war der ideale Platz für die Ausstellung dieser Exponate gefunden.

Die Idee wurde im Dorf gut angenommen und viele "Holter" fügten der Sammlung nach und nach historische und sehenswerte "alte" Sachen bei. Da wurden Speicher, Keller und längst vergessene Truheninhalte durchstöbert. Mit den Worten: "Das wär doch was für Eure Ausstellung" erhielt der Heimatverein mit der Zeit eine umfangreiche Sammlung. Die ursprünglich angemieteten 120 qm reichten nicht mehr aus. So wurde im ehemaligen Heuschober des Hauses Gerold eine weitere Ausstellungsfläche von 140 qm eingerichtet. So können heute auf rund 260 qm Fläche viele Sachen aus Uromas Küche und Schlafzimmer gezeigt werden.

Neben den Gerätschaften zur Feldbearbeitung sind viele Exponate aus dem dörflichen Handwerk, wie z.B. Schuster, Schreiner, Schmied, Schneider, Imker, Bäcker und der Flachsbearbeitung ausgestellt. Religiöse Schriftstücke, Bilder und Statuen fehlen ebenso wenig in der Ausstellung wie ein um die Jahrhundertwende üblich angezogenes Brautpaar. Alte Fotos von Hochzeiten und deren Vorbereitung runden das Bild ab. Eine kleine Dorfschule um die Jahrhundertwende, eine Arztpraxis aus den 30iger Jahren zeigen Kindern und Enkelkindern heute, wie es damals wirklich war.